Grosser Stern

stella maris orchestrastella maris orchestra

Sinfonia3

Freitag, 13. September 2019, 19.30 Uhr

Klosterkirche Wettingen

Sonntag, 15. September 2019, 17 Uhr

Obere Kirche Bad Zurzach

Renate Steinmann, Violine

Susanna Hefti, Viola

Cristoforo Spagnuolo, Leitung

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Sinfonia hoch drei? Aber sicher! Drei Werke von drei Komponisten, dazu jede Sinfonia aus drei Sätzen bestehend, die insgesamt bloss drei Tonarten verwenden – wobei Mozarts «Sinfonia concertante» erst noch ein virtuoses Drei-Gespräch aus Violine, Viola und Orchester darstellt: Bei soviel Dreizahl ist ein «hoch drei» doch angebracht.

Sinfonia hoch 3? Aber sicher!

Um die Sache etwas weiterzuspinnen: Mit «hoch drei» geht auch alles in die dritte Dimension, wird die Fläche zum Körper, das Gemälde zur Skulptur. Und genau so wird das Stella Maris Orchestra die Werke auch erklingen lassen: Plastisch modelliert, bald geschmeidig wie die Glieder eines Tänzers, bald sinnlich wie eine Skulptur zum Anfassen. Denn das Stella Maris Orchestra spielt das Konzertprogramm auf historischen Instrumenten, und das bedeutet: Die Leuchtkraft von Naturhorn & Co, der Farbenreichtum darmbesaiteter Streichinstrumente, die Artikulationsvielfalt der historisch informierten Interpretationspraxis.

Zu den Werken

Im Mittelpunkt steht Wolfgang Amadé Mozarts wunderbare «Sinfonia concertante» von 1779, interpretiert von zwei Solistinnen aus dem Stella Maris Orchestra selbst: Die Konzertmeisterin Renate Steinmann und die Bratschenstimmführerin Susanna Hefti sind nicht nur international ausgewiesene Expertinnen der historischen Praxis, sondern prägen als Mitgründerinnen das Stella Maris Orchestra musikalisch entscheidend.

Davor erklingt die g-Moll-Sinfonia op. 6, Nr. 6 von Johann Christian Bach. Dass dieser der jüngste Sohn von Johann Sebastian Bach war, ist hier weniger von Belang als sein ohrenfälliger Einfluss auf den jungen Mozart: 1764/65 begegnen sich die beiden in London, wo J.C. Bach als Opern- und Orchesterkomponist Erfolge feiert und dabei genau jene Synthese europäischer Musikstile pflegt, die auch für Mozart vorbildhaft wird.

Den Schluss macht die Streicher-Sinfonia in g-Moll von Felix Mendelssohn-Bartholdy, der hier zeigt, dass er mit 14 Jahren bereits alles kennt und kann. Er wirbelt mit Kompositionstechniken und -formen (die natürlich auf Bach und seine Söhne genauso verweisen wie auf Mozart) – und macht daraus wahrhaft poetische Musik. Vielleicht meinte Robert Schumann gerade diese Fähigkeit, aus Vergangenheit Zukunft, aus Können Kunst zu machen, als er Mendelssohn den «hellsten Musiker, der die Widersprüche der Zeit am klarsten durchschaut und zuerst versöhnt» nannte; den «Mozart des 19ten Jahrhunderts».

Programm

Johann Christian Bach (1735–1782):
Sinfonia g-Moll op. 6/6

Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791):
Sinfonia concertante für Violino, Viola und Orchester Es-Dur KV 364

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847):
Sinfonia für Streicher Nr. 12 g-Moll

Konzerte & Vorverkauf

Freitag, 13. September, 19.30 Uhr
Klosterkirche Wettingen
>> Vorverkauf Wettingen

Sonntag, 15. September, 17 Uhr
Obere Kirche Bad Zurzach
>> Vorverkauf Bad Zurzach



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